Die Renovierung 1999

Da es doch immer mal wieder schön ist, zu lesen was vergangene Generation so gemacht haben, hier ein Teil der Damaligen Renovierung in Textform.(wer davon noch Bilder hat kann sie uns gerne zukommen lassen)


 

Allgemeines über die Renovierung der „Alten Schule“

Die Renovierung der „Alten Schule“ stellt nicht nur für das JuZ ein ganz besonderes Ereignis dar.
Die Verwaltung der Gemeinde Weilrod hat nach unseren Informationen etwa 20Jahre lang (!) vergeblich versucht das seit Jahrzehnten weitgehend sich selbst überlassene Gebäude zu verkaufen – lediglich ein für Wahlen benötigter Raum wurde einigermaßen instandgehalten, um den JuZ-Raum mußten wir uns selbst kümmern.Nur den hartnäckigen Bemühungen unseres Ortsvorstehers, Herrn Andreas Gerlach, ist es zu verdanken, daß trotz abgelaufener Vergabefrist Mittel zur Dorfsanierung bewilligt und bereitgestellt wurden.Da aber jede Finanzierung Grenzen hat und die Gemeinde Weilrod nicht nur chronisch leere Kassen sondern auch einen beeindruckenden Schuldenberg besitzt, sind die im Rahmen der Renovierung notwendigen baulichen Maßnahmen nur mit einem hohen Maß an Eigenleistung in sowohl handwerklicher als auch finanzieller Hinsicht durchführbar. Für das JuZ heißt das, daß die verfügbaren Geldmittel vermutlich nicht ausreichen, um die Umbauten in der angestrebten Qualität zu realisieren. Wir werden uns also nach Sponsoren umsehen müssen.

Noch ein Wort zu der „angestrebten Qualität“: von den Planungsgremien wurde leider versäumt das zu verwirklichen, was man Bauherren vorschreibt. So wurde beispielsweise zwar die Schieferverkleidung des Obergeschosses erneuert, „vergessen“ wurde allerdings, den Luftraum hinter der Schalung mit Dämmaterial zu füllen. Ebensowenig sollen die Dachfläche oder der Boden (= oberste Geschoßdecke) des ungenutzten Dachbodens gedämmt werden.Da in einem öffentlichen Gebäude, wie es die „Alte Schule“ darstellt, der Großteil des Wasserverbrauches durch die Toilettenbenutzung verursacht wird, hätte sich eine Regenwassernutzungsanlage – grob geschätzt – in 5-7Jahren amortisiert. Das absolute „Highlight“ aber ist die Entscheidung, die alten Elektroheizkörper durch neue zu ersetzen und nicht etwa durch die von uns favorisierte Flüssiggasheizung (Hasselbach besitzt leider keinen Erdgasanschluß). Die im Vergleich zu einer Ölheizung höheren Brennstoffkosten relativieren sich, wenn man bedenkt, das weder für einen separaten Heizraum noch für einen Heizöllagerraum Nutzfläche abgezweigt werden müßte. Was das Festhalten an der elektrischen Beheizung in Verbindung mit dem „Verzicht“ auf Wärmedämmung für die laufenden Kosten bedeutet, kann sich jeder ausmalen.


Das war Damals, 1999,  der Plan im JuZ:

Folgende Bauarbeiten stehen in nächster Zeit an:

  • Erneuerung der gesamten fest verlegten Elektroinstallation
  • Erneuerungen von Teilen der Gipskartonplattenverkleidung der Decke (nach Wassereintritt durch das (inzwischen neu gedeckte) Dach beschädigt )
  • Erneuerung der Wandverkleidung; hierbei werden die Gipskartonplatten durch OSB-Platten ersetzt sowie eine Dämmschicht angebracht (da eine Innendämmung mit Sicherheit nicht die ideale Lösung ist und häufig Probleme verursacht, mußten wir genau prüfen, ob die Anbringung in unserem Fall sinnvoll ist. 
  • Erstmalige Einrichtung eines separaten Küchenbereiches
  • Neubau der Theke
  • Einrichten eines Lagers und einer Werkstatt auf dem Dachboden
  • Installation einer Be- und Entlüftung

Sollte die Gemeindeverwaltung sich bereiterklären, die Materialkosten zu übernehmen. würden die Mitglieder des JuZ auch die Dämmung des Daches vornehmen.


Hier ein Altes Protokoll von der Renovierung des Alten Schulgebäudes

  • 05.05.2k Nach langer Pause gibt es an dieser Stelle weider mal einen Bericht über den Stand der Dinge. Warum diese Pause? Nun, momentan gibt es nicht allzuviel zu Neues. Das liegt einerseits daran, daß im „Nicht-JuZ-Bereich“ alten Schule nur noch einige kosmetische Arbeiten zu erledigen sind, andererseits mußte im JuZ eine Zwangspause bis zum Eintreffen des neuen Zuschusses eingelegt werden. Da dies aber vergangene Woche geschehen ist und die finanzielle Lage nun wieder Materialeinkäufe erlaubt, wird es auch hier in Kürze weitergehen.
  • 25.03.2k Seit heute Vormittag erstrahlt die Fassade der alten Schule in einem sonnigen Gelb. Doch nicht nur dort ist ein Hauch von Fertigstellung zu verspüren, auch im Inneren schwindet langsam der Baustellencharakter.
    Nachdem die vieldiskutierten Brandschutztüren in den Fluren jetzt eingebaut sind, und der Holzfußboden im oberen Flur in Arbeit ist, verbleiben im Wesentlichen nur noch einige Malerarbeiten.
  • 18.03.2k Es wird! In den letzten Wochen wurden einige langwierige Arbeiten zum Abschluß gebracht. So ist inzwischen die Elektrik nahezu vollständig in Betrieb, die Toilettenräume konnten nach einer mehrwöchigen Wandtrocknungsorgie (wann werden diese Leute endlich verstehen, daß man nicht nur heizen sondern auch lüften muß?) gefliest werden, in den restlichen Räumen wurden Gipskartonplatten und Tapeten angebracht und die Flure und das Treppenhaus (wie auch die Fassade) sind frisch verputzt.
    Im JuZ ist währenddessen der Küchenraum entstanden. Ebenso sind alle Arbeiten an den Wänden, Decke Elektrik usw. soweit gediehen, daß in Kürze mit der „Kosmetik“ (Farbe und Paneele) begonnen werden kann.
  • 30.01.2k Zur Zeit gibt es nicht allzuviel zu berichten: Wegen der Renovierung der Holzböden konnten im JuZ wie auch in anderen Teilen des Gebäudes keine anderen Arbeiten durchgeführt werden. Da dieses aber inzwischen erledigt ist, wird es Kürze weitergehen. 

  • 15.01.2k In der Zwischenzeit hat sich einiges getan: Noch vor dem Jahreswechsel konnten die Arbeiten an der Deckenverkleidung (bis auf etwas Spachtel- und Schleifarbeit) abgeschlossen werden. Ebenso sind die OSB-Verkleidungen für den Türbereich und die Fenstereinfassungen vorbereitet bzw. montiert. Für die (recht gut besuchte) Sylvester-Party hatten wir den Raum etwas wohnlicher gestaltet: Was etwas Dekoration, die vorübergehend wieder aufgehängte Lichtanlage und eine gut getarnte Thekenruine alles bewirken können. Im neuen Jahr haben wir uns erst einmal eine Woche Ruhe gegönnt. Anschließend wurden die Vorbereitung für das Abschleifen und Versiegeln des Holzbodens getroffen. Da der Raum für diese Aktion logischerweise vollständig geleert werden mußte, wurden auch die Theke und die Musikanlage demontiert.
    Im Gebäude insgesamt sind ebenfalls Fortschritte zu verzeichnen. Der Laden im Kellergeschoss sieht seiner Eröffnung entgegen, die Arbeiten an der Elektrik gehen voran, für Sylvester wurden bereits zwei Toiletten provisorisch in Betrieb genommen und der Mehrzweckraum im Obergeschoß ist in jeglicher Hinsicht nahezu fertiggestellt. In den anderen Räumen wie auch im JuZ ist aber noch einiges zu tun, aber dazu später mehr.
  • 23.12.99 JuZ (Decke): Zwei Drittel der Gipskartonplatten sowie der Dämmung sind montiert; das letzte Drittel ist in Arbeit. Restliches Gebäude: Die Estricharbeiten und 80% der Verputzarbeiten innen sind beendet. Mit den Toiletten wird´s wohl vor Sylvester nichts mehr.
  • 19.12.99 Manchmal werden Träume wahr: Die Fenster sind geliefert und eingebaut! In grenzenlosem Arbeitswahn haben wir daraufhin noch am gleichen Abend (Mittwoch) die OSB-Wandverkleidungbis auf einen kleinen Bereich rund um die noch zu erneuernde Tür vervollständigt. Am gestrigen Samstag konnten wir uns dann mit völliger Hingabe der Deckenlattung widmen, welche langsam aber sicher auch Gestalt annimmt. Im restlichen Gebäude sind die Arbeiten an der Elektrik abgeschlossen, sodaß mit dem Verputzen der Innenwände begonnen werden konnte.
  • 11.12.99 Nach Gewaltandrohung durch den Ortsvorsteher hat die beauftragte Schreinerei immerhin die beiden Fenster für die Toilettenräume geliefert, da diese bereits mit einer neuen Trennwand und sämtlicher Installation versehen wurden und dadurch am heutigen Samstag verputzt werden konnten (Die restlichen Fenster sollen – wer hätte das gedacht – nächste Woche geliefert werden). Parallel dazu konnten bereits große Teile der Elektroinstallation verlegt und die Arbeiten im Außenbereich fortgesetzt werden. Die Deckenlattung im JuZ-Raum konnte erst etwa zur Hälfte fertiggestellt werden, da es wegen der Aktivitäten im gesamten Gebäude unmöglich war, das Mobiliar „auszulagern“ und Platz für das provisorische Gerüst zu schaffen.
    • Über den Fortschritt der Arbeiten im gesamten Gebäude:

      • Das Balken-Drama ist beendet (neuer Balken, die 2.)
      • Die Räumlichkeiten im Keller des Gebäudes, die in Zukunft ein Lebensmittelgeschäft beherbergen sollen, wurden inzwischen mit der Elektrik, einer Styropor-Innenwanddämmung, Estrich und Fliesen sowie Fenstern versehen.
      • Der Eingangsbereich des o.g. Ladens wie auch die künftige zweite Einfahrt zum hinter dem Gebäude befindlichen Hof wurden teilweise gepflastert
      • Teile der komplett zu erneuernden Elektroinstallation wurden angebracht
      • Die Abwasserrohre für die Toilettenanlage wurden installiert und der Betonboden eingebracht
      • Die hölzerne Wandverkleidung im oberen Flur wurde demontiert
    • Über den Fortschritt der Arbeiten im JuZ:

      • Die Wärmedämmung für die Wände wurde angebracht
      • Die OSB-Platten der Wandverkleidung wurden, soweit möglich, montiert (die noch offenen Bereiche können erst nach der Montage der Fenster abgedeckt werden; die sollen – wieder einmal – in der kommenden Woche eingebaut werden.
      • Die Lichtanlage wurde demontiert
      • Die Lattung für die Gipskartonplattenverkleidung wurde teilweise angebracht (was das in einem Fachwerkhaus mit einem Deckendurchhang von ca. 10cm heißt, kann sich jeder selbst ausmalen05.12.99 Nach zwei „Großkampftagen“ (die beiden vergangenen Samstage) und einigen abendlichen Arbeitseinsätzen gibt es einiges zu berichten:
  • 20.11.99 Man höre und staune: Der Balken wurde ersetzt (siehe unten); schade nur, daß die senkrechten Balken, die auf dem vorgenannten (horizontal liegenden) sich abstützen sollen, genauso vermodert sind und nicht erneuert wurden. Andererseits ist der Balken sowieso mit falschen Maßen gesegnet, sodaß an den eigentlichen Aufstandsflächen noch besorgniserregend viel Platz zwischen tragenden und zu tragenden Teilen ist (die morschen Teile werden also überhaupt nicht belastet). Könnte es sein, daß man vielleicht doch eine Firma hätte beauftragen sollen, die sowas schon öfters gemacht hat…..?
    Aber es gibt auch Positives zu berichten: Der ehemalige und zukünftige Toilettenraum ist soweit vorbereitet, daß mit den Arbeiten für den komplett neu zu erstellenden Bodenaufbau begonnen werden kann, die Verlegung der Elektroinstallation startet am kommenden Samstag (27.11.), und im JuZ haben wir mit dem Verstärken der Wandlattung begonnen.
    Wir warten aber immer noch auf die Fenster, auf das Elektromaterial und auf die Gipskartonplatten für die Decke.
  • 04.11.99 Die gesamte Toilettenanlage wurde demontiert (inklusive der Fliesen und einer Trennwand). In der kommenden Woche werden wir, obwohl die neuen Fenster noch immer nicht in Sicht sind, mit den Arbeiten an den JuZ-Wänden beginnen (Wärmedämmung).
  • 26.10.99 Nachdem die Wirren der Abrissarbeiten und die Kerb gut überstanden sind, könnte es eigentlich weitergehen (mit der Renovierung meine ich), aber leider wurde bislang weder der vor etwa drei Wochen entfernte Tragbalken ersetzt (wir halten uns sicherheitshalber nur noch in dem der Straße abgewandten Teil des Gebäudes auf, um die provisorischen Stützen nicht über Gebühr zu belasten) noch zeichnet sich ab, wann die neuen Fenster eingebaut werden und wir endlich mit den Arbeiten an der Wand beginnen können.
  • 29.09.99 Der Abriß ist in vollem Gange, lediglich die Wandverkleidung hinter der Theke sowie die Theke selbst – oder besser das Skelett derselben – sind noch an Ort und Stelle
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